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Neumünster, den 25.05.2010

Eliteauktion erfolgreich verlaufen

Bild zur NachrichtKunden honorierten Spitzengenetik

Zu einem Durchschnittspreis von fast 2.500 € konnten alle 27 German Piétrain-Eber der Schweineherdbuchzucht Schleswig-Holstein e.V. (SHZ) anlässlich der Eliteversteigerung am 20. Mai 2010 in Neumünster verkauft werden. Insbesondere das hohe Leistungsniveau der reinerbig stressstabilen Eber wurde durch die Kaufinteressenten mit Spitzenpreisen gewürdigt.

Im Rahmen einer Eintagesveranstaltung führt die SHZ jedes Jahr Mitte Mai in der Holstenhalle in Neumünster eine Zuchteberprämierung mit anschließender Versteigerung durch. In diesem Jahr waren mehr als 100 Gäste aus dem In- und Ausland (u.a. Spanien, Niederlande) der Einladung nach Schleswig-Holstein gefolgt, um sich ein Bild vom derzeitigen Leistungsstand der German Piétrain-Zucht zu machen.

6 Zuchtbetriebe hatten insgesamt 27 German Piétrain sowie 2 German Duroc-Endstufeneber aufgetrieben, die allesamt stressstabil waren. Bei der Rangierung der Eber hatte die Richtkommission um Zuchtleiter Dr. Bielfeldt und Dr. Lüpping (Landwirtschaftskammer) oftmals keine leichten Aufgaben zu lösen, war doch die Qualität der Eber in den Merkmalen Eigenleistung und Exterieur auf höchstem Niveau sehr ausgeglichen.

In der älteren Klasse konnte sich die Katalognummer 13 (Vater: Boss) den Klassensieg souverän sichern. Der Züchter des Ebers, Johannes Hamann, Bissee, wurde für diesen, auch gleichzeitig besten reinerbig stressresistenten Eber der Auktion vom Tierzuchtreferenten des Landes Schleswig-Holstein, Reinhard Brockhoff, mit einem Ehrenpreis des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, ausgezeichnet. Mit dem 1 b Platz musste sich der reinerbig stressstabile Bosse-Sohn Kat.-Nr. 9 aus der Zuchtstätte Carsten Rohwer, Schülp, begnügen, gefolgt von Kat.-Nr. 8, ebenfalls aus dem Zuchtbetrieb Rohwer, Schülp. 1a Preisträger der mittleren Alterskategorie wurde mit Katalognummer 15 ein leistungsstarker Romero-Sohn aus der Zucht von Torsten Pöhls, Schülp. Dr. Werner Lüpping, Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, überreichte dem Züchter die Kammermedaille für besondere Leistungen in der Landwirtschaft für den besten mischerbig stressstabilen Eber der Auktion. Knapp geschlagen geben mussten sich die Katalognummern 25 (1b) und 23 (1c), beide vom Zuchtbetrieb W. Janssen, Friederikenthal. In der jüngeren Gruppe setzte sich mit Katalognummer 32 ein hervorragend herausgebrachter reinerbig stressstabiler Bosse-Sohn vom Zuchtbetrieb C. Rohwer, Schülp, an die Spitze. Auf den folgenden Plätzen landeten die Kat.-Nr. 36 (1b, Rimanzo-Sohn, Meyer, Kisdorferwohld) sowie Kat.-Nr. 37 (1c, Munk-Sohn, C. Rohwer, Schülp).

Der Zuchtleiter der SHZ, Dr. Jan Bielfeldt, ging bei der Kommentierung der prämierten Eber kurz auf die wichtigsten Leistungszahlen der Tiere ein. Er wies insbesondere auf die strenge Auslegung der Kriterien bei der Vorauswahl Auktionseber hin. Neben einer überdurchschnittlich guten Eigenleistungsprüfung in den Merkmalen Lebenstagszunahme, Rückenspeckdicke und Muskelfleischanteil wurde ein besonderes Augenmerk auf die Testergebnisse der Halb- bzw. Vollgeschwister in der Qualitätsprüfstation Futterkamp (neutrale Mast- und Schlachtleistungsprüfung unter standardisierten Bedingungen) gelegt. Alle aufgetriebenen Eber waren zudem vorab einem „Sperma-Check“ unterzogen worden, um den kaufinteressierten Besamungsstationen ein hohes Maß an Vererbungssicherheit zu gewährleisten.

In der sich anschließenden Versteigerung konnte Auktionator Karl-Dieter Fischer gewohnt souverän die Vorteile der einzelnen Eber herausstellen und so für einen guten „Auktionsfluss“ sorgen. Den Tageshöchstpreis erzielte die Zuchtstätte Hamann, Bissee mit 6.500 € für die bereits oben erwähnte Kat.-Nr. 13. Dieser hoffnungsvolle Jungeber wird zukünftig mit weiteren 13 Auktionsebern in Spanien (Fa. Gepork) seinen Besamungsdienst antreten. Die NOS Schweinebesamung GmbH sicherte sich für 4.400 € mit Kat.-Nr. 43 den jüngsten Eber der Versteigerung. Der Halbbruder mütterlicherseits zum Spitzenvererber Bosse, gezogen von Hermann Meyer, Kisdorferwohld, wird in den KB-Einsatz in die Station Schillsdorf gehen, ebenso wie der 1a Eber der jüngeren Klasse (Kat.-Nr. 32, C. Rohwer, Schülp, 2.300 €). Der Schweinezuchtverband Baden-Württemberg sicherte sich für 3900 € den reinerbig stressresistent gezogenen Rima-Sohn Kat.-Nr. 8 (C. Rohwer, Schülp). Dazu kam für 2.300 € der exzellente fleischreiche 1a Duroc-Eber Kat.-Nr. 1. Insgesamt 8 leistungsstarke KB-Eber wurden durch die Schweinebesamung Weser-Ems erworben, u.a. die Kat.-Nr. 35 aus der Zucht C. Rohwer, Schülp, für 2.400 €. Die GFS Ascheberg hielt das Höchstgebot bei weiteren 2 German Piétrain (3.000 + 2.500 €) sowie dem zweiten Duroc-Eber.

Für das Jahr 2011 plant die SHZ eine Vorverlegung der Eliteversteigerung in die erste Aprilwoche, um so den „übervollen“ Terminkalender im Monat Mai zu entlasten. Entsprechende Vorankündigungen werden rechtzeitig veröffentlicht.


Dr. Jan Bielfeldt

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